Abfall, Kunst und Landschaft
Auf und um die Deponie Flörsheim-Wicker haben Künstler mit unterschiedlichsten Techniken und Materialien versucht, die vermeintlichen und tatsächlichen Gegensätze im Spannungsfeld Abfall und Landschaft darzustellen. Dazu wurden künstlerische Gestaltungsmittel benutzt, die von Skulpturen und Installationen, über Architektur bis hin zur Landschaftsgestaltung reichen.
"Mensch und Natur gehören zusammen. Das, was der Mensch geschaffen hat, verschmilzt und vermischt sich zunehmend mit der Natur. Aus dem Müllberg bauen wir eine künstliche Landschaft, eine zweite Natur. Diese zweite Natur ist letztendlich die Sehnsucht nach einer ursprünglichen Landschaft, nach Einheit, nach dem Wiedergewinn von Ganzheit der eigenen Natur. Die reine, unberührte Natur existiert nur noch in unserer Erinnerung", sagt Romana Menze-Kuhn über ihre Installation "Nahstelle Müll - Fenster zur Deponie".
"Die Deponie ist eine unübersehbare Spur des heutigen menschlichen Lebens. Obwohl jeder einzelne von uns täglich dazu beiträgt, dass der Müllberg wächst, haben Mülldeponien in unserem Bewusstsein ein äußerst negatives Image. Wir möchten verdrängen, was wir selbst schaffen. Doch der Müllberg kann nicht aus der Landschaft verschwinden, auch wenn die Müll-Spuren sorgfältig abgedeckt und begrünt werden, damit sie der Natur nicht noch größeren Schaden zufügen", meint Barbara Helling, die auf der Deponie zahlreiche vergängliche Land-Art Objekte geschafften hat, die zum Teil nur in diesen Fotos erhalten blieben.
- Kunstwerk "Nahtstelle Müll - Fenster zur Deponie"
- Kunstwerk "Möwe auf dem Betriebsgebäude"
- Architektur des Technikgebäudes
- Aussichtskanzel Vogelnest
- RMD-Brücke zum Regionalpark
- Kunstwerk "Rabe im Nussbaumquartier"
- Steg über die Niederwiesen
- Kunstwerk "Lichtkapitell im Technikgebäude"
- Kunstwerk "Müllschnitt im Winter"
- Installation "baden geh'n - aufersteh'n"
- Kunstwerk "Luftbeobachter"
- Spurensuche: Land-Art von Barbara Helling