Ein fliegender Edelstein auf Fischjagd im Grubensee
Klares Wasser, kleine Fische und sandige Steilufer, das ist es, was einen Eisvogel glücklich macht. Nur selten kann man diese farbenprächtigen Vögel im Main-Taunus-Kreis beobachten. Regelmäßig brüten ein oder zwei Paare in selbstgegrabenen Höhlen an den Abbruchkanten der Kiesgruben entlang des Mains. In manchen Jahren bewohnen sie auch die naturnahen Abschnitte der Taunusbäche.
Eisvögel leiden ganz besonders unter harten Wintern. Wenn Stichling und Ellritze unter einer dicken Eisschicht verborgen sind, stirbt ein Großteil der Population. Die Natur hat den fliegenden Edelstein zum Ausgleich die Fähigkeit mit auf den Weg gegeben, diesen Aderlass mit zwei bis drei Bruten im Jahr zu kompensieren. Und so sitzen den ganzen Sommer über junge und alte Eisvögel zusammen auf überhängenden Weidenzweigen am Ufer von Kiesseen und jagen gemeinsam nach kleinen Fischchen. Am besten beobachten lassen sich die schnellen Fischer im Winter an den Mündungen der Taunusbäche in den Main. Dorthin fliehen sie in der kalten Jahreszeit, um dem Nahrungsmangel zu entgehen.